Abberufung Hausverwaltung I. - Strafprozes 2015 - 2016

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Abberufung Hausverwaltung I.

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AI 45 49-06      Abberufung I.

Amtsgericht Iserlohn 45 II 49/06 Beschluss:       das ist Betrug oder Schwachsinn

Seite 7:
"Ein wichtiger Grund zur Abberufung der Antragsgegnerin ergab sich auch nicht aus der Behauptung der Antragsteller, die Antragsgegnerin habe gefälschte Aufteilungspläne gefertigt bzw. verwandt. Die Antragsteller haben insoweit in erster Linie auf einen Plan abgehoben, der von der Antragsgegnerin in der Eigentümerversammlung vom 29.05.2005 sowie auch in der mündlichen Verhandlung vom 06.12.2005 im Verfahren 45 II 69/03 vorgelegt worden ist. Weder in der Anfertigung noch in der Verwendung dieses Planes vermag das Gericht irgendein Fehlverhalten der Antragsgegnerin zu erkennen. Bei verständiger Würdigung des Ablaufes des geschilderten Verfahrens 45 II 69/03 erfolgte die Entstehung dieses Aufteilungsplanes sowie auch seine Vorlagen allein auf der Grundlage der vom Gericht damals angeregten gütlichen Einigung der Wohnungseigentümer und dient damit einer ordnungsgemäßen Verwaltung.
Weiter Seite 8: … auf der anderen Seite war genauso deutlich, dass die im Grundbuch abgebildete Situation der Stellplätze weder derjenigen in Realität entsprach noch sonst  praktikabel war. … Aufgabe der Antragsgegnerin war es daher, entsprechen der Anregung der Vorsitzenden im seinerzeitigen verfahren eine solche Neuordnung durch Erarbeitung eines Aufteilungsplanes  vorzubereiten. Nichts anderes hat die Antragsgegnerin getan. Dem Vorwurf der Antragsgegnerin habe Stempel, deren Urheberin die Stadt Hemer sei, auf dem genannten Plan gefälscht, war nach Auffassung des Gerichts nicht weiter nachzugehen. Der Antragsteller zu 1 vermochte letztlich selbst nicht zu sagen, wie die von ihm behauptete Fälschung zustande gekommen sein sollte. Zudem ist ein Interesse der Antragsgegnerin an einer solchen Fälschung nicht einmal im Ansatz erkennbar. Letztlich bleibt es auch hier dabei, dass der vom Antragsteller zu 1 so heftig monierte Plan lediglich als Entwurf zur Vorbereitung einer Neuordnung der Stellplatzsituation diente. .. Auch wenn möglicherweise weitere Aufteilungspläne mit anderweitigen Abbildungen der Stellplatzsituation im Umlauf sind, vermag das Gericht hierin weder ein Fehlverhalten der Antragsgegnerin zu erkennen noch tangiert das die Belange der Antragsteller in erheblicher Weise. Die Antragsteller habe bereits nicht konkret dargetan, in welchem Falle die Antragsgegnerin einen fehlerhaften Plan bei Verkäufen von Eigentumswohnungen verwandt habe sollte. Zudem kann der Erwerber einer Eigentumswohnung nicht darauf vertrauen, dass ihm vorgelegte Pläne bzw. Planskizzen den rechtsgültigen Zustand des von ihm erworbenen Miteigentumsanteils zuverlässig wiedergeben. Insoweit ist er gehalten, Einblick in das Grundbuch zu nehmen, welches allein zuverlässig Auskunft über den rechtsgültigen Zustand geben kann. Das Grundbuch bildet das Sondernutzungsrecht der Antragsteller den Stellplatz Nr.12 indes zutreffend ab.


 
 
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